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Religion und Theologie Theil 6 (1827) Aelteste Urkunde des Menschengeschlechts ; 2
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254
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u5g Zusätze zu der ältesten Urkunde

Du erste Geburt der schaffenden GottheitWie soll ich dich ehren? wie soll ich dich nennen?Dich , Ausfluß des reinste» , heitersten WesensAetherischcr Strom, der die Schöpfung belebetSey mir gegrüßt! >-

Ja, Menschen, sinnliche, fühlbare Geschöpfe,jauchzt ihm entgegen, dem ersten kommenden Licht-strahl der Welt: die schaffende Gottheit selbst theilteure Freude: sie liebt ihr Geschöpf und giebt ihm,als dem erstgcbornen Kinde den Namen.

Und Gott sähe, daß das Licht gut warUnd Gott unterschied zwischen Lichtund Min sternißUnd nannte daß Licht, Lag:

D i e Fi n s t e rn i ß, Nacht.

Welch ein schönes, menschliches, erquickendesBild, daß der schaffende Gott sich selbst über denersten Anbruch des Lichts freuet! und was konntenach morgenländischen uralten Begriffen für einefrühere, natürlichere Symbole des Guten, desSchönen, des Erfreulichen seyn, als Licht, im Ge-gensatz jener alten, ewigen, schaudervollen Nacht.Werde ein herumziehender, irrender Morgenländer,oder ein verirrter Wandrer in unbekannten, wüstenGegenden die Nacht bricht an, und mit ihralle Gefahren

Da regen sich alle wilden Lhiere

Die junge» Löwen brüllen nach Raub --

Da stehen auf die Mörder, die Feinde des LichtS

Und tödten den Dürftigen und Armen

Der bricht im Finstern in dis Häuser