des Menschengeschlechts. 237
„hundert und dreißig Jahr: wenig und böse wa-hren die Tage meines Lebens, und längeren nicht„an die Tage meiner Väter in ihrer Wallfahrt"was sollen wir sagen? — Es ist wahre Wohlthat!Wen welchen Teufeln würde unsre Erde bewohntseyn, wenn unsre Klugheit sich mit Götterstarkeund Götterjahren paarte! Darum find wir Kinderund welken dahin — der Zaum für unsre Fleisch-lichkeit und Bosheit —
Von früh bis spät naget der Wurm
Aernager — wer merkt darauf?
Der Strick zerrissen? wo ist ihr Zelt?
Im Moder — wo sind sie? —
Du also, der über die Ewigkeit der Menschenvor der Sündfluth spottet, sieh wenigstens, daßdaß Buch, das sie berichtet, sich in der Abnahmedes Menschenlebens lief treu scy.
Die zweite Folge des verderbten Gökterlebenswar eben so schrecklich. Das war, sagt Moses,die Zeit der Rieten, der Söhne jener Goktesman-ner in ihrer wilden Brunst, jene Starken, Welt-bezwinger und Namhelden von Alters her, undwelche Sage welcher Länder und Völker wüßtenicht auch von ihnen? In Jahrhunderten solcherStarke, was konnte nicht unterdrückt, was über-wältigt werden, wenn alles Dichten und Trachtender Menschen auf Bosheit gieng! — Einzig undvvrtreflich ists, wie jede Sage aus diesem Abgründeder Zeiten so genau den Ton trifft, den sie verdie-net. Die Brunstmänncr sowohl als die Riesenund Namhelden; jene kommen abscheulich, diese ro--