Druckschrift 
Religion und Theologie Theil 6 (1827) Aelteste Urkunde des Menschengeschlechts ; 2
Entstehung
Seite
236
Einzelbild herunterladen
 

236

Aelt oste Urkunde

betrübte!Gott sah auf Erden: sie war verderbet !denn alles Fleilch hatte seinen Weg verderbet aufErden. Alles Fleisches Ende ist vor mich kom-men, denn die Erde ist voll Frevels von ihnen:ich will sie verderben mit der Erde." Siebe diereinigenden Wasser der Sündflukh! Sie spülte Un-flath'weg, der Alles durchdrungen, Alles vergiftethatte, und in der damaligen Ewigkeit, in der Got-tes- und Lebenskraft der Menschen Stoff fand.Sie spann den Faden kürzer, der das Unheil allerSchöpfung mit sich einschlang

Du verscbwcmmetcst sie: schlaff werden sie seyn,Frühe wie Gras verwandelt:

Frühe blühend und cs vergieng!

Abends gemahct und dürre.

So hingenommen sind wir vom Schnauben deinesGrimms,

Vom Feuer deines Zorns verscheuchet:

Du stelltest vor dich unsre Misscthaten;

Unser Verborgenes kam vors Antlitz dir ans Sicht,Da sanken unsre Tag' in deinem Schluß,

Wir zehren unsre Jahr' ab wie Geschwätz!

Unsrer Tage Jahre sind siebzig kaum;

In Mächtigen achtzig Jahr;

Ihr Stolz ist Kummer und Müh.

Du schucidst den Faden, wir flogen dahin.

Doch wer erkennt davinn die Stärke deinesZorns?Weß Furcht ist wie dein Grimm?

Zu zahlen unsre Tage lehr' uns, Herr,

Bild' unser Herz zur Weisheit.

Also Moses, und wenn Patriarch Jakob schonschaamroth sprach:die Zeit meiner Wallfahrt ist