Aclteste Urkunde
220
klagt oder zischet: „er hat den Artikel der Schö-pfung untergraben, er läugnct unserem Herrn Gott,,sein herrliches Werk, die Schöpfung, ab —" Lie-ber, armer Pöbel, wirst du's fasten, wenn ich nunmeine ganze Arbeit zu Nichts mache und in EineReihe der Bibel, in Einen Namen, in Ein Ge-fchlcehtregistcr, das du nicht laugnen kannst, werfe ?
Erhielt Seht das Andenken der Schöpfung,die erste Geschichte und Gottesstimme nicht, wersollt'S erhalten? Der flüchtige Kain auf seinen Ge-birgen ? oder der Haufe seiner verabschiedeten Er-finder, Sclbstgötter und schönen Geister? Und hat-ten sie's erhalten, in den Wassern der Sündfluthgicns mit ihnen in den Abgrund.
Seth also: dieser war gesetzt zum Denkmal,und sein ganzes Geschlecht weihte er zum lebendenDenkmal ein. Er blieb vor dem Angesicht Got-tes, von dem Kain ausgieng, und feiert' und er-hielt auf dieser heiligen Statte, Vatcrfagen, .'Got-tesdienst, Sabbath, Zeitcncintheilung und Zahl derZeiten, lebendiges Bild, Segen und Denkmal Got-tes , mithin Gcdachtniß, heilige Schrift und Spra-che. *) Das ganze Geschlechtregister von Adam, nach
*) Auch im Deutschen war einst Mahl, Denkmal,das Hauptwort, aus dem das Maas der Zeit,der Zahl (einmal, zweimal) des Maaßes, desOrts, des Werths entstanden; und siehe zugleichhieß Mahl, Rede, Gespräch, Versammlung,Mahlzeit, Bund. Bon ihm kam mahlen, d. i.reden, zeichnen, schreiben, versprechen: warum?es war überall Natur der Sache.