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Ael teste Urkunde
der Greis Kain gewesen-seyn, und sich der siebenteSohn desselben nun mit Trotz; andere sagen (klei-ner Unterschied !) Mit weinender reuigen Buße nundessen an —^ seine Weiber rühmen. Und soll sichnun der Hcldenthat wegen siebzigmal mehr Werth;Andre sagen (kleiner Unterschied!) siebzigmal mehrFluch und Verwünschung geben, als Gott aufKain gelegt. Und mit solchem sich selbst, Mosesund allem widersprechenden Unsinn tragt man sichselbstgenügsam, und frohlockt, welch ein erklärenderschöner Geist man sey, daß man ein Lied LamechSund seinen Parallelismus ohne Sinn funden. —
Versteht ihr Sinn, ihr schönen Geister, wennes heißt: „daß Gott Kain verbürgte!" heißt das,daß sich jeder Narr von Mörder und Trotzheld ge-gen seine Weiber einer siebzigmal größer» Eottes-beschüzung rühmen könnte? Und hatte dieser Narrund Tcotzheld nun überdeM eben den verbürgtenVater erwürgt, dessen Blut siebenfältig gerochen,jetzt also an ihm gerochen werden soll; ist Sinndarinn, daß ec sich jetzt einer siebzigMal größernSicherheit und sein Blut, eben des siebenfachenTod verdienenden Valcrmords wegen, eines siebzig-mal höhern Werths der Rache rühme? Und gegenseine Weiber? was Gott Kain in der bitterstenVerzweiflung als Himmelstrost sagte, das jetzt alsTrotz, oder als trotzende Reue siebzigmal entwei-het ! — Und das lästernde Lied rückt Moses ohnealle Noth und Veranlassung an, nur damit erzeige, „daß Lamech, dem die Worte zugeschrieben„werden, gerade derjenige sey, der — Lamech„heisse."