des Menschengeschlechts. 207
verbürgte er zuerst sein Work? Einem hurten Men-schen — einen, Mörder in der mildesten Verzweif-lung. Ihr Zeichenfordcrer, ein Wink für Euch!
Spricht sie uns nichts mehr, diese Gottesahn-dnng? Eben dieselbe Vaterweisheit, die wir inAdams Falle sahen. Dort ward die Erde und hierdie Wüste bevölkert, als obs dazu ersonnen, derBrudermord angelegt, die Verzweiflung Kains soweit getrieben wäre, daß dieser Fluch Trost seynmüßte! — Betrogene Frevler, die, „lasser uns„Böses thun, daß Gutes daraus komme" sprechen!Das Gute für die Welt, das Böse für Euch. Einwüstes Gebürge blühet, und Kains Geschlecht mußden Fluch tragen.
Großer Fluch, wenn du in ihn und seine Ver-bannung dich fühlest. Von Eltern, vom AngesichtGottes, der heiligen Gegend seiner Erscheinung,von Segen, Natur, Allem Fruchtbaren und Leben-den abgeschieden! Der Herr der Welt, der erstge-bohrne Erbe der blühenden Schöpfung, in den schreck-lichsten Winkel der Erde verbannet, umirrend,flüchtig — der Verfolg wird uns Alles in Ge-schichte mit Namen und That zeigen. Jetzt zumGeschlecht dieses unglücklichen Erstgedohrnen.
Die Sage erzählt uns in ihrer Einfalt mehr,als dichtende Philosophen über den seyn sollendnothwendigen Fortgang des Menschengeschlechts ausAbgründen von Vordersätzen gerathen haben., Kain