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Religion und Theologie Theil 6 (1827) Aelteste Urkunde des Menschengeschlechts ; 2
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Aelteste Urkunde

er, jeder auf seine Weise, einen kummervollenAcker bauend, und im Schweiße des Angesichts seinBrvd geniesend, Erde von Erde, Erde zu Erde.Jegliches Weib, je treuer sie ihrer Natur ist, thciltSchmerz und Freude, Joch und Lebensfülle ihrerersten Mutter, und heißet Eva. Alle in AdamsGöttertracht gekleidet haben wir Paradies, Kind-heit und Unschuld verloren, Schaam, Reue, Furchtund Strafe vom Baum der Erkcnntniß gekostet,bringen uns aber, wie 'cs jezt ist, auch blos durchdies künstlich erworbene Erkenntniß durch die Welt.Der Baum des Lebens ist uns versagt; wir arzenund speisen uns mit Kraut des Feldes, ja gar mitaller lebendigen und tobten Natur, mit Kindernund Eingeweiden unsrer großen Mutter, die unsharte Stiefmutter geworden. Wie nun? habenwir's in Adam verschuldet? warum erben wir seineSünde, Fluch und Tod? Was ist diese Geschichte,wenn sie auch Aufschluß des ganzen Geschlechtswäre, für uns denn für eine gerechte, tröstende,befriedigende Geschichte? > Siehe da die Höhe derBetrachtung, wozu sie sich jezt hebt; die Unter-suchung des Cherubs,*) der Ostgegend, wo Adamgewesen, lassen wir dem Verfolge. Daß aber dieNachricht vom Eherub und dieser Gegend keinplötzlicher Aufschrei eines Gedichts, noch der Lappeeiner fremden Mahre sey, sondern im einfachstenKinderton dieser Erzählung fortlaufe, flehet undhöret jeder Mensch von gefunden Sinnen,

*) S. Urkunde LH. 5.