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Religion und Theologie Theil 6 (1827) Aelteste Urkunde des Menschengeschlechts ; 2
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Aelteste Urkunde

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Ja sollte Gott gesagt haben nicht essen vonallen Früchten des Gartens" arme Beraubte!genau das erste Compliment jedes Verführers. Ernimmt Antheil! mitleidigen, zärtlichen Antheil! be-klagt, schmeichelt sich ein, zweifelt aber nochsehr zurückhaltend, möchte euch so gern helfen.Fliehet, die Schlange zischt.

Im Schwindel beginnet Ohnmacht und Men-schensünde. Die Gegenstände schwanken: uns istzu viel untersagt, weil dies Weib, dieser Baum,dies Eine uns untersagt ist: harter Gott! grausa-mes Gebot! Mensch, fasse dich, oder du bistAugenblicks in der Tiefe. Aergert dich dein Auge,sagt der Mensch von Himmelsunschuld, reiß es so-gleich aus und wirfs von dir. Der einzige Rath!die einzige Hülfe!

Eva faßte sich noch:nein! gcrad' alle er-laubte er uns, nur Einen! diesen Einen! undden untersagte er so eigentlich, so hart"Sohart? des Todes sterben ? Du siehst ja, daß ichnicht sterbe! Wie ec euch betrog" Und wowar nun schon die Sache? Gottes Befebl, Willedes Vaters, Strafe, Tod, Alles der Auslegungund Kritik einer Schlange ausgesctzt, von der nunAlles nbhicng. Wahnsinnige Beurtheilerin dersimpelsten Gottesgedote, die du die Erde vollge-macht hast deines Gifts und sie entrückt in Allemder ersten lautern Einsalt, welch besseres Urbildkönntest du finden? Vaterlicbe, Mcnschenselig-keit, Tod, Gottcsgebot unter der Kritik des hölli-schen Wurmes! Nichts als ein entscheidendes Neinkönnt' auf das zweifelnde ob? sollte? folgen: denn