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Religion und Theologie Theil 6 (1827) Aelteste Urkunde des Menschengeschlechts ; 2
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des Menschengeschlechts. 109

genen Kräfte, wo (ich bekenne meine Schwachheit)man ganze Systeme, Predigten und Lehrbücher lie-fet und kein Wort, bestimmten Sinnes, verstehet;Alles Name, Abstraktion, Laut, Farbe.

Wenn Moses eine Allegorie hier einwebte,war er nicht ein einfältiger und verführender Thor ?Die Schöpfung der Welt, des Paradieses, desMannes, des Weibes, ist ja doch nicht auch Fabel,sondern einfache, wirklichste Geschichte. Er nennetNamen, Flüsse, Gegend, beschreibt den Lebens-und Weisheitsbaum als Naturgewächs, wie Eins,davon Adam: redet ja von der Schlange, wievon allen Thieren, die Gott zu Adam führte, undunter denen nichts ihm gleich war. Mitten in die-ser Geschichte sind offenbar historische Umstande vonNacktheit und Kleidung, von der NamennennungEva's und ihrem Wohnen außer dem Paradiese.Einfach läuft die Geschichte fort von der GeburtKains, dem Brudermorde u. f. , wo fangt nunAllegorie an und wo höret sie auf? wo ist einVers, ein Wort, der nicht ins Land Eden, son-dern nach Utopien, ins Feenland gehöre?-

Unter andern GotlesgabeN Luthers war sein schar-fer, gesunder Blick in den rechten Sinn der Bibelund sein Feuerhaß gegen allegorische Tändelei. Wirsind so weit, daß uns nicht nur alles gleichgültigist, sondern wir auch keinen Sinn für den himmel-weiten Unterschied beider Worte Allegorie und Thatoft mehr haben. Haben doch Thoren gesagt, daßich die Schöpfungsgeschichte allegorisch erkläre; ich,der Länder und Erden zusammen zu raffen strebe-st«: darzustellen als That, als Weltgeschichte! Flam-