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Religion und Theologie Theil 6 (1827) Aelteste Urkunde des Menschengeschlechts ; 2
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Aelteste Urkunde

oder Schlange und Tod nisten darinne: auch denSchleier der Liebe nehmet von Gott an.*) Adamund Eva füllten Stammeltern seines Geschlechts wer-den; er übereilte sie nicht, reizte sie nicht! pflegteder zarten Pflanze in Morgenröthe des Tages, unddie Liebe, die ihr kennet, kam als Fluch!

Mann und Mannin, Gebein und Fleisch, Va-ter und Mutter von Kindern, die einst wieder lie-ben und Vater und Mutter werden: siehe den er-sten Ehe- und Kindcssegen Adams im Paradiese.Kein Sybarit, der davon weicht und in den schönenStunden, (wie sie's nennen,) nur Engel und gei-stige Clarissen liebte, der er nie keines gesehn hat,und nicht zugleich in den häßlichen Stunden > (wiesie's nicht nennen,) Scheusale liebt' oder gar selbstScheusal worden wäre. Eine Abschweifung giebt sonatürlich die andere, als der zu spitze den stumpfenWinkel auf derselben Linie giebt. Die Menschheiträchet sich, Menschen, und Gott rächet die Menschheit.

Mann und Männin! Vater und Mutter vonKindern, die einst wieder Vater und Mutter wer-den: das ist Adams Hochzeitgesang und seine Ju-gendliebe und das Paradies im menschlichen Stam-me, wo ewig jung und neu und frisch der Allva-ter blühet und aufblühet. Wollet ihr Kinder erben.

*) Es ist jetzt neue heidenmäßige Lykurguspadogogie,diesen Begriffen vorzueilen, und sie gar in Er-ziehungsbüchcrn zur Schau zu tragen, damit sienicht ein anderer sage. Wir brennen als» dasHaus ab, damit kein anderer die Ehre genieße.