des Menschengeschlechts. 33
dene Natur: ein künstlicher Mensch in einer neuenWelt, selbst wenn sie Paradies wäre, was hat erfür einen Richter deS Sinnlichguten, Annehmlichenund gesunder Nahrung ? Das Thier hat ihn undjedes genau in seinem Paradiese: Völker, die imSchooße der Natur leben, haben ihn in ihrem Lan-de; der vollkommene Mensch,*) das Urbild aller,in ihm lag Schatz aller sinnlichen Kräfte, Ahnun-gen und Begierden, den seine Nachkommen nurzertheilt erben. — So viel lebhafte und verworreneRührungen mußten entwickelt werden; siehe dazuParadies, Baume und der Baum des Lebens mit-ten im Garten. Alle begehrlich anzuschaucn undgut zur Speise: der Baum des Lebens gleichsamMittelpunkt dieser Lieblichkeiten und Güce, da solltesich also das Band und die Treue der Sinne ver-suchen und starken : einer den andern vorahnen, un-terstützen , leiten. Das Angenehme, nur Schein deSNutzbaren, des Guten: dazu das Paradies, diesichre Probe vom Fette der Erden.
Da stand aber auch ein Baum der Erkennt-niß Gutes und Böses; was war an dem Baume?Gift? körperliches Gift? davon stehet nichts hier.Ein so begehrlicher, reizender Baum, als irgend
*) S. Hallers Physiologie der Sinne LH. V., woeben über den Geschmack und Geruch und dasBand beider zum Ernährer der Menschen die er-ste Theorie versucht ist.
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