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Religion und Theologie Theil 6 (1827) Aelteste Urkunde des Menschengeschlechts ; 2
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des Menschengeschlechts. 3r

Saft Gottes in sich, sein ganzes Geschlecht wardin ihm erzogen.

Welch' andere Lebensart war noch für ihn?der sklavische Ackerbau? das Stadtegefangniß? AlleNationen in Jugend und im schönen Klima derWelt Haffen es noch, und leben in Kindesunschuld:der Garten Gottes ist ihnen gegeben. Poesie istdie Muttersprache des Menschengeschlechts! und derGarten ist erster Saal der Erziehung; alle treueGeschichtschreiber der Menschheit haben's vermuthet,gefordert, und durch unzahlbare Sammlungen vonBeispielen erwiesen.

Nur die Schwärmerei, die' nichts versteht, hatauch dies Wort Moses nicht fassen können: Para-dies ist Garten der Muse unv Spcculation, Ver-zuckungen und mystischer Gefühle, arkadischer Tän-delei und Statuenheiligkeit worden wie fern al-les vom Sinne Moses! Pflanzer und Gärtner wirdAdam, dazu hineingesetzt, damit beschäftigt. Gottlehrt den Erstgebornen Baume kennen und Früchte;bald wird er allerlei lebendige Thiere zu ihm füh-ren, daß er sie sehe, forsche, nenne welch Le-ben! welche Bewegung! Die ganze Natur warauf ihn im Drange: seine Kräfte rangen, der Lei-terin Gottes zu folgen. Jedes Neue betäubt: jedeueuerlangte Kenntniß, Kunst und Uebung wardsüßer Taumel: der Mensch das erste Rad im Uhr-werk der Schöpfung, und dies Rad gieng. AllePforten der Sinne offen: alle Empfindungen in

erster zarter Blüthe: das Paradies ein Auszug derSchöpfung für die Fassungskraft deS Menschen: je-> der Blick, jeder Dthemzug voll Weisheit, Freund-