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Religion und Theologie Theil 6 (1827) Aelteste Urkunde des Menschengeschlechts ; 2
Entstehung
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Aelteste Urkunde

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Kein Wort der Beschreibung ist umsonst. DosFeld dompsle noch; do stnnd schon ein schöneresFeld bereitet: den Säugling der Schöpfung erwartetsein Garte. Er wird aber hineingesührt, und nichtim Garten geschaffen: kein geborner Erbherr, son-dern ein Gnadenbelehnter.

Garte also; und welches wäre die schönerePflanzstätte unsers Geschlechts gewesen?*) Da standder Palmbaum an Wasserbächen: der Jüngling

webte in freiem, schönem Raum. Unter dem wei-ten Himmel wölbt sich seine Stirn; auf grünerFlur sein lachendes Auge: mitten unter den Ncu-geborneu der großen vielbrüstigen Mutter erwuchser in Fülle, und trank an ihren Brüsten Milchund Honig.

Welche Seele bildete sich in dieser freien Welt!und welche Sinne! und welch ein Leib! Erzieherder Menschen, erziehe Gott nach. Das Vaterlandjedes Neugebsrnen ist Eden! Es liegt ihm im Her-zen: da gedeihet der Sprößling! Eden die freieAnhöhe der jungen Schöpfung: da zog der Urmensch

*) Die Weisheitsschulen Orients sind gerne Garten,blühende Gegenden an Flüssen. S. Herbelot S.707. Wie viel überhaupt diese Gärten, Flüsse,Quellen, Paradiese in ihre Gedichte, Wünsche,Hoffnungen selbst übers Grab hinaus einsliehen,ist allbekannt.