des Menschengeschlechts. i5
nicht feucht ist, und das Grus sprossen in Dürreder Erde? Der Sprößling grünt auf vom Gerü-che des Wassers , und so war auch der Staub,woraus der Mensch ward, gelauterter Dampf.
Was ist, wenn wir den großesten Physiologenunseres Geschlechts*) fragen, der Menschenkörper,als feuchte, mit Dampf und Lebensgeist durchgof-sene, Erde? Der gröbere Theil folgt noch, einErdklos, Gesetzen der Schwere; ein anderer istLeim; ein dritter feinergebildeter Staub, der tau-sendfach verschieden einsaugt und sondert. Da rin-nen Ströme jedem Staubthcile Nahrung und Er-quickung: überall offene Pforten, den webendenGeist zu empfangen und mitzutheilen, der Erdklosduftet. Nun wird der Bau alt: die Pforten enge:der Schlamm ist Fels: die Milch - und Feuerströmeversiegen, Erde zu Erde: siehe da den Kreislaufunseres Körpers. —
Hast du mich nicht wie Leim gebildet
Und wirst mich wieder in Staub wandeln, .
Wie Milch gemolken,
Wie Käse lassen gerinnen,
Erde; die Araber wissen, wie lange Gott sietrocknen lassen u. f. S. Sale zum Koran Sur.s. Anmcrk. v. u. a.
*) S. Hallers größere Physiologie von Anfang bis zuEnde, insonderheit V. VIII. I,ik>. XXX. vlts Ku-Illuna et innr»: eine Beschreibung des Men-schenbaues, die in der schlichtesten Wahrheit mitjedem Worte schönes Gedicht ist.
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