Druckschrift 
Religion und Theologie Theil 6 (1827) Aelteste Urkunde des Menschengeschlechts ; 2
Entstehung
Seite
4
Einzelbild herunterladen
 

4

Aelteste Urkunde

sindcr und klagende Gottesväter, Verderben, Rie-sen, Sündflurh, Tod wer versteht, wer deutet,wer ordnet sie uns, die Echo der Vaterstimmenvon Alters? Ueber ein weltzerstorendes Meer derSündfluth, aus Welt in Welt, wie aus einemSterne zur Erde kommen sie über.

Man schiebt das sogenannte zweite CapitelMoses blind ins erste Capitel wie wenn dieSchwalbe am Kranz der Königssäule nistet. War-um aus allen Theilen des Ersten nur dieser TheileErklärung? und hingcworftn wie ein Sandhaufevon Sagen, nach einem so festen Ganzen? Bäu-me, Flüsse, Thiere, -Menschen*) dort standAlles an seinem Ort: hier schweben sie wieder zer-streut im Nebel. Dort ein Menschcnpaar, erhabenüberdacht, zusammengeschaffen und gesegnet; hierZeiten wieder,**)wo noch kein Mensch ist, weiles noch nicht geregnet, wo der Mann noch alleinist, und doch ists nicht gut, daß er allein sey,wo das Weib endlich als eine vergessene Nach-schrift erscheinet, ein Nothübel der Schöpfung."Die traurige Geschichte der Bibclrettung und Aus-legung zeigt, welche Verstümmelung und Irrungendaher entstanden, von Präadamiten, einem rothenund weißen Adam, und viel Schlammes mehr, da-von zum Theil unsere guten Bücher voll sind.

Unmittelbar auf solche Trümmergeschichte folgtein Wunderding,***) dem die Vernunftmänner

*) I Mos. 2 , 6. 6. 7,

»*) i Mos. », S..

»*») r Mos. 3.