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Religion und Theologie Theil 4 (1826) Christliche Reden und Homilien ; 2
Entstehung
Seite
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und Homilien. 3s3

mechanische Zuckungen der Fibern unsrer Empfin-dung; es ist eine nachgemachte Rührung.

Nein, o Gott! zur Lehre soll mir dein Buchdienen, zur Strafe, zur Besserung, zurGottseligkeit und zu nichts mehr. Ich will,-so oft ich kann, die Frage an mich thun : wozu«test du Gottes Stimme? wozu liesest du GottesWort?o daß mir mein Herz alsdann immer diegute Antwort geben könne, die ich erwartete ! daßich jedesmal, wenn ich von dieser heiligen Gedan-kenfassung aufstche, sagen könne: siehe, du bist auchjetzt durch das Wort Gottes weiser und besser undgottseliger geworden. Wenn ich also am besten inder Fassung bin, über Gott und göttliche Dingenachzudenken, Zeit und Ewigkeit zu erwägen, dieGeschichte Zesu mir in allen ihren Verdiensten an-schaulich zu machen und den Gedanken an die Un-sterblichkeit nachzuhangen, die mir die heilige Schriftso herrlich bestätigt wenn dies ist, dann will ich,o Gott, deine Stimme mit meinem Herzen hören,dann will ich mich betend vor dein Angesicht stel-len, und mich zu dir, o Herr, erheben, daß duin meinem Herzen redest! Mein Bibellesen soll einstilles, beständiges Gespräch mit dir, ein aufrichti-ges Gebet seyn, das mich erhebe und bessere. Wie-derum , wenn Stunden cintreten, da ich an allenDingen der Welt meinen Geschmack verloren, wennich in Verlegenheit und Angst des Herzens bin, dannsoll mich das Wort Gottes trösten, was so viele ge-tröstet hat, so vielen Elenden Balsam auf ihre Wun-den, Trost in den Stunden ihres Kummers gab:

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