und Homilien. 3»3
bestehe: viel weniger, wie er werde, daran also garnicht zu denken, wie ein Geist, seinem innern We-sen nach, bestehe? was er sey? wie er werde? Undwenn dieses sür den Menschen schon schlechthin un-begreiflich ist, wie sollte es begreiflich scyn, daß eineWelt werde, die nicht war, daß eine Welt leben-diger Geister werde und bestehe, und jeder in sichdie gan;eWelt genieße, und jedes in sich eine Weltsey? Welcher menschliche Verstand konnle diesesbegreifen, da es selbst bei uns allein unsre Empfin-dung sich's nicht deutlich machen kann? Welchemenschliche Sprache es ausdrücken ? Wie mußte Gortalso nicht in seiner Offenbarung von der Weltschö-pfung niit uns weit tiefer herab, als wie mit Kin-dern reden? Und wie lhörichte Kinder sind wirnun, wenn wir über so etwas grübeln wollen,was schlechterdings nicht für uns ist, was Gottschlechterdings uns nicht offenbaren konnte, es seydenn, daß wir in dem Augenblicke ganz hatten auf-hören müssen, sinnliche Menschen zu seyn, und an-sangen müssen, Götter zu werden. Und wie elendist also unser Grübeln Und Zweifeln darauf gewandt,wenn wir über den Ursprung der Welt, aus Nichtsund zu Etwas, über Zeit und Ewigkeit, wie siesich trennen und in einander fließen, über den Un-tergang und das Welt-Ende, über die Art der Drei-einigkeit in Gott, und in seiner Wirkung außer sich,über das Wesen der menschlichen Seelen und allerGeister grübeln wollen, und uns darüber zankenund verketzern, und daraus die Schrift bestreitenoder radbrechcn! da wir vielmehr bekennen sollten,von alle dem nichts zu wissen, nichts zu begreifen.
Wir würden uns ungemein viel Schwierigkei,