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Religion und Theologie Theil 4 (1826) Christliche Reden und Homilien ; 2
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und Ho Milien.

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trennt sich von den Ihrigen, um mit ihm Eins zuseyn, sein Glück zu bauen und in seinem Glückedas ihrige zu finden. Alles was uns hier Religion,Freundschaft, Gefühl der Menschheit und des Ehri-stenthums sagen, fordert uns zu einem Wunsche undGebete auf, das in solchem Falle und in gewissenUmständen gewiß kein bloßer Gebrauch, sondern diereinste Sprache des Herzens wird.

Gütiger Gott, du Herr und Vater des mensch-lichen Schicksals! zwei Personen stehen hier vor dir,um sich vor deinen Augen auf ihre Lebenszeit Hän-de und Herzen zu geben, und einen Bund der Treueund Liebe vor dir zu bekräftigen, der der Grunddes Glückes derselben seyn soll und mir deinem Se-gen gewiß auch seyn wird. Du, der sie zusammen-geführt hat, verbinde du sie auch mir deiner Kraft,Mil deinem Segen, knüpfe ihre Herzen und Händemit dem Bunde der innigen Liebe und Treue, dersüßesten Freundschaft, einer täglich wachsenden Hoch-achtung und Harmonie an einander. Laß das Ja,das sie hier sprechen werden, vor dir gesprochen seynund nimm du es in deine segnende Vaterhand auf.Ihre Tage müssen fröhliche Tage, ihre Ehe einglücklich paradiesischer Stand und die Zweige dessel-ben fröhliche Zweige werden. Der Mann sey inseinem Lande, seiner Ehegattin, die ihm aus Liebefolgte, Freund, Rath und Hülfe; die Gattin, desMannes Ehre und Freude, seine sanfte geselligeFreundin bis zu jener letzten Stunde, die allerSterbliche scheidet. Ein jeder Tag, jedes neue Ge-schäft, jede neue Situation des Lebens mache sie

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