II.
Trauungs-Rede.
-verehrte Anwesende, Sie sind versammlet, umdem feierlichen Gelübde des gegenwärtigen Ehepaarsbeizuwohnen , das uns in mehrcrm Betrachte sowcrth ist, und dasselbe mit unsecm Gebet und Wün-schen zu begleiten.
Zeder Anfang eines neuen Werks, eines Bun-des aufs Leben fordert gleichsam durch sich selbst gu-te Wünsche und einen Segen der Vorsehung, dieallein den. ganzen Gang durchsiehet, mit ihrem seg-nenden Auge durchsiehet und mit ihrer mächtigenHand das Schicksal zum Besten lenkt und leitet.
Gewiß aber, unter allen ist der Bund und dasGelübde der Ehe das mächtigste. Hier knüpfen sichHerzen und Hände zur treuesten Freundschaft fest,um Zeitlebens alle Schicksale ihres beiderseitigen Da-sepns, Glück und Unglück, Freude und Leid, Ge-sundheit und Krankheit zusammen zu genießen undzusammen zu tragen. Jeder wird ein Thcil vondes Andern Seele, um an seinen innersten Gemüths-
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