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Religion und Theologie Theil 4 (1826) Christliche Reden und Homilien ; 2
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Seite
273
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und Ho Milien.

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Heiliges Wesen, dos um uns ist, das in unsblickt, mit dem unser Geist spricht, und das sichselbst zum schönsten Tempel seiner Gegenwart, einreines Herz, einen fröhlich-wirksamen Mcnschengeistgewahlet hat, dir ist dies Ja gesprochen, dir dasGelübde einer unverbrüchlichen Treue, einer Her-zens -Religion dargebracht, über die du selbstin unserm Innersten wachest und zeugest. DieSeele, die cs lhat, legte die Hand dabei aus ihrHerz.

Erinnre Sie stets durch den guten Geist daran,der in Ihr wohnet; dieser, dein fröhlicher, gewis-ser Geist, weiche nie von Ihr!

Heitre Aufrichtigkeit gegen dich und gegen Sichselbst, immer neue Lust und Munterkeit zu allemHeilbringenden, Löblichen und Guten, mache jedeIhrer Pflichten Ihr leicht und süß, so wie Ihr Le-ben zu einem Kranze reiner menschlicher Gesinnun-gen und Thaten. Die Gaben , die du Ihr gabst,das Göttliche, das du in Sie legtest, Ihr heitrerVerstand, Ihre stille Aufmerksamkeit, ein Heller,offner Sinn für alles Wahre und Gute, verbundenmit wohlwollender Güte, mit bescheidener Fassung,mit heitrer Wirksamkeit und Freude alle dieseschonen Gaben und Kräfte, Ihrem Gemüthe ein-wohnend, müssen auf dem heiligen Altäre IhresHerzens dir wohlgefällig seyn, ewige Güte! und inIhrem Leben die reichste, belohnendste Anwendungfinden !

(Hierauf folgte die Einsegnung Und nach derselben:)Lassen Sie uns , die wir gegenwärtig sind, für dasMehl der Gesegneten beten:

Herders Wirke z. Rel. u. Thcsl. lV. S