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Religion und Theologie Theil 4 (1826) Christliche Reden und Homilien ; 2
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Seite
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für sich allein thut, denn ein Mensch ist für denAndern da.

Sind alle diese Triebfedern der menschlichen Natur gutund nothwcndig?

Sie sind gut und nolhwendig; denn sie erweckenden Menschen zur Thatigkcit und helfen auch seinenGeist und Herz ausbilden.

Wiefern? Abschweifungen zu beiden Seiten?

Allemal ist die Mitte die Regel, z. B- Fühl-losigkeit ist ein Extrem. Wollust das andere. Inder Mitte der Genuss. So bei feineren Vergnügen,der Ehre, dem Eigennutz u. s. w. Ein Menschohne Ehre taugt nicht, ein anderer, dem Ehreallein alles ist, ist eben so abschweifend. Ein Gei-tziger und ein Verschwender sind eben solche Extre-me; in der Mitte, im rechten Gebrauche der Gü-ter und Gaben ist die Regel des Wohlanständigenund der Tugend.

Welch Principium ordnet und regelt, sie?

Was du nicht willst, das dir die Leute thunsollen, das thue ihnen auch, nicht.

Ist Mitgefühl das Principium der Natur? Wie all-gemein ?

Das ist es. Freude und Leid sollen wir mit-.einander fühlen. Und je ähnlicher der Andere selbst,je harmonischer fühlen wir in und mit ihm.

Wie zur Erhaltung der Geschlechter?

Es erweckt den Beistand der Geschlechter ge-geneinander.