2pJ Christliche Reden.
1) Jedes Einzelne dient dem Allgemeinen undmuß ihm, auch unbewußt und wider Wil-len , dienen.
2) Jedes Einzelne lebt in seines Gleichen fort;die Natur erhalt die Geschlechter,
3 ) Jedes einzelne Daseyn ist darauf berechnet;der Tod ist Mittel der Natur zu ihrer ewi-gen Jugend.
Welches ist das Gesetz der Erhaltung?Thatigkeit der Geschöpfe.
Der oberen Regierung?
Gerechtigkeit, Wiedervergeltung.
Der höchsten Haushaltung?
Fortstrebcn zum gemeinsamen Wohlseyn.
Wie drückt diese Gesetze Christus aus?
1) Thatigkeit in Liebe,
2) Wiedervergeltung in dieser und jener Welt,
3 ) Sieg des Guten über das Bose durch beharr-liche Güte und Geduld.
Wie sah Christus die Menschennatur an?
Für eine schwache Natur, in der aber wasGöttliches liegt.
Was gründet er also für sie in Gesetze» ?
Ihre Lebensregel, daß das Edle, Gottahnliche,Vernunft und Güte, in ihr erweckt, das Thieri-sche, blinde Macht und Neigung, gebändigt undgeläutert werde, damit sie der Vernunft und Gütedienen.