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Religion und Theologie Theil 4 (1826) Christliche Reden und Homilien ; 2
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und Ho Milien.

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bist in einer Zeit geboren, die für deinen Stand,für die wahre Ehr« und Würde deines Geschlechtsmerkwürdig ist, und wahrscheinlich in deinen Lebens-zeiten noch merkwürdig seyn wird. Denn wie einsteine knechtische Schmeichler - Verehrung die Gott-heit der Prinzen übertrieb, und sie damit eben sotief herabsetzle: so wird alles das, was niedrige Lei-denschaft des Gegentheilcs, aufgebrachter Haß, toll-kühne Frechheit, oder auch zu scharfer Tadel ist,dir desto mehr Gelegenheit verschaffen, deinenfürstlichen Namen auch mit fürstlichen Tugendenzu zieren, und dich als einen gebornen Prinzen undHerzog, das ist, als einen, der unter vielen Tau-senden der edelste, ihr Vorgänger und Führer anGcmüthe und Tapferkeit, an Verstand und Ver-diensten ist, der dich ehrenden Menschheit zu bewei-sen. Deinem Stande, deiner Geburt nach trittstdu auf einen Schauplatz, wo du von vielen gese-hen wirst, wo viele, Welt und Nachwelt, dich be-urtheilcn und richten. Glückliches Kind, du kannst,du sollst auf ihm keine andere Rolle haben, als Men-schen um dich her (welchen Kreis dir auch die Vor-sehung bestimmt habe) Menschen um dich her glück-lich zu machen, und also von ihnen mit Recht undaus erkannter Würde geschätzt und geliebt zu wer-den. Glückliches Kind, fange diese Nolle früh undfröhlich an, ende sie spät und fröhlich. Der Kranzder Verdienste, nach dem du streben wirst, hängedir nicht zu hoch, nicht zu tief, erreiche ihn glück-lich, nimm ihn aber aus der Hand der Wahrheit.Verstand und Menschenliebe mögen dich auferziehenund dir frühe den edeln Saft einflößen, der, wennman ihn einmal gekostet hat, vor tausend Abwei,

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