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Religion und Theologie Theil 4 (1826) Christliche Reden und Homilien ; 2
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Christliche Rcden

er das Ziel erreiche, zu dem er seine Wallfahrt an-tritt, und daß hiezu ein günstiges Schicksal ihnfördre und leite. Ja, da dieser Wunsch, so herz-lich und innig er sepn mag, immer nur ein ohn-mächtiger Wunsch schwacher Sterblicher bliebe, derenHand die Bahn des Lebens nicht verzeichnen , derenWille den Willen der Vorsehung nicht lenken mag:so wird er natürlicher Weise Gebet: Gebet, dassich an die oberste Quelle des Lebens wendet, zuder wir den Säugling, mit Händen der Andachtund Liebe, vors Auge dessen erheben, der ihm dasWesen gab, der seine kindliche Stimme höret undin der Knospe bereits den ganzen Baum sichet, dersich unter den Strahlen dieser irdischen Sonne, nochmehr aber unter seinen Zuflüssen segnender Güteentwickeln wird. Mit demüthigcn, flehenden Wün-schen legen wir ihn in den Schooß des Allmächti-gen, der höchsten segnenden Güte nieder.

Wenn, meine Zuhörer, diese Empfindungensich je bei der .Taufe eines christlichen Kindes regen:so sprechen sie gewiß jetzt lauter und deutlicher inunfern Herzen, da wir einen Kreis um die Taufedes Fürst!. Kindes schließen, das der Abkömmling,großer Vorfahren, dcr Zweig uralter, edler, umdas Wohl der Kirche und des Vaterlandes, um dieFreiheit des menschlichen Verstandes und die Glück-seligkeit ihrer Völker hochverdienter Stamme, jaendlich das Kind zweier Eltern ist, deren Namenwir alle mit Hochachtung und mit Ehrerbietungnennen, deren Tugenden und Verdienste wir allemit Dank und Freude lieben. Ungeduldig crwgrte-ten unsre Wünsche und christliche Vorbittcn das