Druckschrift 
Religion und Theologie Theil 4 (1826) Christliche Reden und Homilien ; 2
Entstehung
Seite
216
Einzelbild herunterladen
 

2r6

Christliche Reden

1e, die in ihrem Reiche kein Gutes verloren gehenläßt, sondern es'pflegt und wartet, weil es ihrGeschäft ist, durch mancherlei Veranlassungen edleMenschen für die Zukunft zu erziehen und auszu-bilden. Ihr Auge schlummert nie; sie blickt weiterals Menschen blicken können, und bereitet im Stil-len vor, was Menschen von ihr weder zu wünschennoch zu bitten wagen.

Mit Seiner v c reh r ten M u tter tritt IhrSohn herzu, um die Gclobung, die Er gesterngcthan hat, durch den Empfang des Denk- undGedächtnißmahles der Stiftung unsrer Religion vorGott zu besiegeln. Ja, Prinz, freudig bekräfti-gen Sie Ihre geistige Angelobung durch dies Sa-krament;. denn Sacrament heißt Gclobung. Ihrüberzeugtes: ,,Ja gewiß," Ihre heilige Zusage:,,so wahr mir Gott helfe!" wird Ihnenheute selbst ein Fest des Dankes auch dafür, daßder Eindruck der gestrigen Handlung Ihnen dieLiebe der Ihrigen und Ihres dereinstigen Lan-des befestigt. Das Abendmahl, das Sie heute,als der erste Zweig der Familie, mit derselben, mitIhrer verehrten Mutter und Großmut-ter genießen, von Ihren Wünschen und Gebetenbegleitet, ist Ihnen, ist uns allen C o m m.u n i o n,Vereinigung der Herzen für Sie in den reinstenWünschen für Ihre Wohlfahrt.

Gütiger! nimm an unser Gebet. Mache denEindruck auf die Seele des Jünglings, der imersten Bunde der Liebe und Treue vor Dich tritt,zu einem ewigen Bunde mit Dir, dem heiligstenWesen, Seinem Wohllhater, Freunde und Richter.