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Religion und Theologie Theil 4 (1826) Christliche Reden und Homilien ; 2
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199
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und Ho Milien,

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weckt sie Klugheit und Geschicklichkeit, Tätigkeitund Fleiß,

W«6 soll der Zweck jedes guten Erwerbes sey»?

Ein guter Gebrauch für sich und andre. Manerwirbt nur, damit man anwende, und kann dar-in oft mit Wenigem viel leisten.

Warum muß man also nichr allein und ins Unendlichezu erwerben suchen?

Weil man dadurch den Sinn für die Anwen-dung und den guten Gebrauch des Erworbenen ver-lieret. Auch macht die Sucht nach immer mehrc-xem Erwerbe unzusriedcn, unbillig und hart gegendie Menschen.

Da alle Handlungen aus Neigungen und Begierden ent-springen, wem muß ein Fürst vor Allem Grenze setzen?

Seinen Neigungen und Begierden, sie mögenauf Ehre gehen oder auf Lust und Erwerb.

Ist der Trieb zur Ehre an sich gut?

Es ist lobenswürdig, nach dem Beifalle Andrerzu streben; insonderheit nach dem Beifalle der Be-sten. Ihr Beifall giebt die wahre Ehre.

Worauf beruht also die wahre Ehre?

Wenn man seine Pflicht thut, und in ihr dasSchwerste jederzeit aufs Veste verrichtetWelches ist eine falsche Ehre?

Die nur auf äußern Vorzügen, z. V. auf Prachtu.nd auf falschem Wahne der Menschen beruhet.

Ist wahre Ehre unsterblich?

Sie ist unsterblich in ihren guten Folgen, auchwenn der Namp des Stifters nicht genannt würde.