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Religion und Theologie Theil 4 (1826) Christliche Reden und Homilien ; 2
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und Ho Milien.

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Manschen. Aufrichtigkeit erwirbtZutrauen und giebtdem Gemüthe eine innere Festigkeit und Wahrheit.Dagegen Unwahrheit , auch nur leichtsinnig gesagt?

Sie macht das Gemüth leichtsinnig und unbe-ständig. Ein Lügner weiß zuletzt selbst nicht mehr,wenn er leg; er hat das Richtmaas der Wahrheitin sich verloren.

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Durch Ehrbarkeit erwirbt man sich einen guten Namen;' warum ist dieser schätzbar?

Weil man durch ein erworbenes Zutrauen vielGutes selbst und durch Andre verrichten kann. Da-gegen stehet ein böser Name dem, der ihn hat, al-lenthalben als Hinderniß entgegen.

Wenn man für sich nach einem guten Namen strebt, mußman gegen Andere eine böse Nachrede vermeiden?

Man muß sie vermeiden; nicht nur, weil manihnen vielleicht Unrecht und gewiß Schaden thut,sondern weil es an sich niedrig ist, Abwesende, diesich nicht verantworten können, zu verurtheilen ; wo-durch man dann Leichtsinn oder einen bösen Cha-rakter verrüth.

Was erwirbt sich der böse Nachredncr Anderer?

Mißtrauen und Verachtung. Man glaubt, waseinem Andern geschehe, geschehe uns, wenn wir ab-wesend sind, auch; man flieht den Veclaumder mitScheu und Verachtung.

Was erwirbt sich der, der von andern billig urthcilt?

Zutrauen und Liebe. Man trauet ihm Gut-müthigkeit, Vorsicht und Billigkeit zu, und über-läßt sich ihm gern.

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