ther ist als Leben und Gesundheit. Wer sie zerstört,ist ein Menschenfeind.
Es giebt indeß doch Kriege unter den Menschen, die
das Leben und die Gesundheit so Vieler kosten?
Der Krieg ist eine Schande des Menschenge-schlechts : indessen ist er bis jetzt noch ein lraurig-nothweudiges Uebel.
Die Obrigkeit straft ja aber auch am Leben?
Sie thuts, weil sic das Leben schützen muß,verhütet aber und mildert, so viel sie kann, dieseStrafen.
Wodurch verkürzt man selbst sein Leben?
Durch heftige Leidenschaften und Unordnung,indem man gegen die Gesetze der Natur kämpfet.
Wodurch erhält Man sein Leben lange und froh?
Durch Thätigkeit und Ordnung, indem manseinen Begierden Einhalt thut und in Allem Maaßhalt.
Jsts Pflicht sein Leben zu erhalten?
Es ist Pflicht, für sich und für Andre. Auchder feinste Selbstmörder ist ein Kranket, dem manzu Hülfe kommen muß.
Welches ist das beste Mittel gegen den Unmuth am Leben?
Thätigkeit und Freundschaft. Ein Freund, demman sich anvcrtrauet, entnimmt uns die Last desUnmuths; so lange man Menschen lieb ist, lehrman gern.
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Herders Werke r. Rel, u. Lheoi. IV.
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