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Religion und Theologie Theil 4 (1826) Christliche Reden und Homilien ; 2
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190
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het für sich, unabhängig non andern. In der mensch-lichen Gesellschaft sind wir geboren, ihr gehören wirzu; Alles in ihr hat gegenseitige Verhältnisse undPflichten.

Welches ist das erste heilige Band, das die Natur zwi-schen Menschen geknöpft hat ?

Das Band zwischen Eltern und Kindern. NachGott sind Eltern den Kindern die grcßesten Wohl-thater. Ihnen haben sie ihr Leben, ihre Gesund-heit, ihre Bildung und Erziehung zu danken.

Was sind sie ihnen also schuldig?Dankbarkeit, Ehrerbietung, Gehorsam.

Was ist Kindern der schönste Lohn bei diesen Pflichten?

Die Liebe der Eltern, der Beifall aller Gutenund das innere Bewustseyn selbst: denn Wohllha-ten gebühket Dank: Liebe erweckt Gegenliebe.

Und welches ist der schönste Dank, die beste Liebe, dieKinder den Eltern erweisen können?

Daß sie ihnen Ehre und Freude machen: dennEltern leben in ihren Kindern.

Wie straft sich Vergessenheit der Pflichten gegen dieEllern?

Durch die mindere Liebe, die die Eltern zu ih-nen haben können, durch die Verachtung aller gut-gesinnten Menschen und durch ihre eigene Verach-tung , indem sie sich schlecht und niedrig fühlen.

In welchem Grade der Treue müssen Kinder gegen ihreEltern ihre Pflichten erfüllen?

Wie sie wünschen, daß ihre Kinder solche einst