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Religion und Theologie Theil 4 (1826) Christliche Reden und Homilien ; 2
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borgensten, gute und böse, mit ihrem inner» Lohn,mit ihrer inner» Strafe.

Kann durch spate Reue gut gemacht werden, was manim Leben Uebels gekhan hat?

Nein- Die Folgen unsrer Handlungen undVersäumnisse bleiben hinter uns unauslöschlich; wirkönnen ihren Schaden nicht vergüten und nehmenuns, wie wir sind, in die Ewigkeit hinüber.

Wozu also soll uns dieser Glaube an die' unwandelbarenGesetze auch der moralischen Natur, und ihren ununter-brochenen Fortgang, bewegen?

Ihnen gemäß zu handeln, indem das Guteewig sich selbst lohnt, das Böse fortgehend sich selbststrafet. Was der Mensch säet, das wirder ernten. Lasset uns Gutes thun undnicht müde werden; zu seiner Zeit wer-den wir ernten ohne Aufhören.

Ist irgend jemand gesetzlos? d. i. kann irgend jemandsich diesem wesenrlichcn Zusammenhänge der Natur ent-ziehen ?

Niemand. Wir müssen alle offenbarwerden, daß Jeder empfange, nachdemer gehandelt hat. Wie unsre Lebensalter undalle Zustände der Natur, so entwickelt sich auch die-ses und das zukünftige Leben aus einander.

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Ilm der Verpflichtung, die hieraus folgt, näher zu tre-ten , wollen wir einigen einzelnen Verhältnissen nachge-hen, in welche Menschen gegen einander gesetzt sind.Warum sind alle menschliche Pflichten gegenseitig?Dies federt ihr Begriff selbst. Niemand beste-