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Religion und Theologie Theil 4 (1826) Christliche Reden und Homilien ; 2
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und Homilien. 187

zeugt, soll der Weg der Besserung verschlossenwerden.

Nichts aber eine Vergebung der Sünde ohne Besserung ?

Vergebung ohne Besserung findet nicht statt;sie ist ein Spott Gottes und der Religion.

Was heißt es:wir glauben eine Auferstehung?"Auferstehung heißt Wiederbelebung. Wie un-ser Leib für unfern jetzigen Zustand eingerichtet war,so glauben und hoffen wir in einem neuen künfti-gen Zustande ein ewiges, d. i. svrtdaurendcs Leben.

Haben wir Gründe dies zu hoffen?

Sichere Gründe. Keine Kraft der Natur wirdvernichtet; wenn gleich ihre Gestalten wechseln. Dieedelste Kraft in der Schöpfung, gottahnlich zu den-ken und zu handeln, kann also einzig und alleinnicht vernichtet werden. Der Staub muß Wie-de r ; u r E r d e werden, von der er genom-men ist; der Geist kehrt wieder zu Gott,der ihn gab.

Hat diese edle Kraft, die wir unser innerstes Selbstnennen, Anlagen und Neigungen, die mit unserm jetzi-gen Daseyn vollendet sind?

Sie sind mit unserm jetzigen Daseyn nicht voll-endet; vielmehr werden sie in demselben mir an-hangsweise ausgebildet. ^

Welche z. B. sind dergleichen Anlagen und Neigungen?

Zur Wahrheit und Güte. Die Anlage undNeigung, Wahrheit zu erkennen und Güte zu üben,sind ihrer Natur nach unendlich.