ürt. Nur in dem Maaße bitten wir, daß unsGott verleihe, wie wir andern verzcihn und verge-ben. Matth. 7, 14. r 5 .
Welche Gemürhsart bezeichnet die Bitte: führe unsnicht in Versuchung?
Eine vorsichtig-bescheidene Gcmülhsart. Wirsollen unfern Krakien nicht zu viel Zutrauen unduns nickt muthwillig i» Gefahr stürzen; vielmehrjede Gelegenheit zur Verführung weiten.
Und wenn uns ein Böses reizt, waS ist unsre Pflicht?
Der Versuchung zu widerstehen, d. i. unfernBegierden nicht nachzuhangen, sondern ihnen vvnAnfang an Einhalt zu thnn. Sonst ubermannensie den Nachgebenden und werden böse Gewohnheit.
Welche Gemüthsfassung endlich schließt der Wunsch insich, daß Gott uns vom Uebel erlöse?
Eine entschlossene und tapfere Gemüthsart, dieHebel der Weit so viel zu vermindern, als mankann; norhwcndiges Uebel aber hoffnungsvoll aufeine Befreiung zu tragen.
Und womit schließen wir das Gebet?
Mit einem Lobgcsange und mit dem zutrauen-den Worte: Ja, Amen. Also heiter und fröhlich.
Wer hat uns diesen reinen Spiegel der Gemüthsfassungeines Menschen, der seine Wünsche zu Gott richtet,nachgelassen?
Der Stifter der christlichen Religion, JesusChristus, von dem der zweite Artikel des Glaubens-bekenntnisses redet.