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Religion und Theologie Theil 4 (1826) Christliche Reden und Homilien ; 2
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und Ho mi li en.

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wohnheit; da sich dann für jeden gegen sie getha-nen Schritt die Natur rächet und ihren Beleidiger-strafet,

Ist ein Fürst gesetzlos?

Nein. Da er Andern Gesetze giebt, soll er ih-nen ein Muster seyn, wie man dem höchsten Gesetzther Vernunft und des Gewissens folge.

-r

Dürfen wir auf den uns innig Gegenwärtigen, Allwis-senden unsre Gedanken richten?

Ja; und die Erhebung seiner Gedanken zuGytt heißt Gebet-..

Hst einer Narur, wie die unsrige, das Gebet also noth-wendig?

Indem wir unsre Wünsche und Bitten für unsoder für Andre, oder unsre Freude und Dank, aufhen Urheber alles Guten richten, beten wir.

Was z. B. tst ein Morgengebet?

Die Sammlung unsrer Gedanken, da. wir unKfreuen, einen neuen Tag erlebt zu haben, und ih>zwohl anzuwenden, rein und innig wünschen,

Was ist ein Abendgebet?

Die Sammlung unsrer Gedanken, da wir vorGott uns prüfen, wie wir den Tag zubrachten, und,uns für die Zukunft zum Guten, oder zum Besser^ermuntern.

Ist eine solche Sammlung der Gedanken vor dem All»wissenden, uns nützlich?

Gewiß, Wenn wir Wünsche vor Gott brin-gen, so lernen wir eben damit unsre Wünsche,, ob.sie rechter und reiner Art sind, prüfen. Wenn tM