Druckschrift 
Religion und Theologie Theil 4 (1826) Christliche Reden und Homilien ; 2
Entstehung
Seite
170
Einzelbild herunterladen
 

Christliche Rede»

17A

Wann dürfen sie sich darauf nicht verlassen?Wenn sie ihre Kräfte nicht anwendcn und ih-rem Gewissen nicht treu sind. Alsdann verläßt sieihr g u t e r Geistz.

Wessen Werkzeuge sind edle und gute Menschen?Werkzeuge der Börse düng. Durch sie er-weiset Getc den Menschen das edelste' Gute, oftdurch Einen Menschen vielen Menschen und einerganzen Nachwelt,

Wessen Werkzeuge sotten also diejenigen feyn, die überandre Menschen gesetzt sind?

Gottes Werkzeuge zum Glücke der Menschen.Um eures Lebens willen, sprach Joseph, hatMich Gott vor euch her gesandt.

Ist also der Glaube an eine höchste Vernunft, dieglle Dinge lenkr und ordnet,, ein der Vernunft gemäßer»moralischer Glaube?

Wir müßten unsrer Vernunft und unserm Ge-wissen entsagen, wenn wir dieser Ueberzeugung nichtfolgte».

Wann entsagen wir dieser Ueberzeugung?

Wenn wir, unsrer Vernunft zuwider, der Na-tur eine falsche Ordnung anlügen; oder wenn wir,unserm Gewissen zuwider, ihrem Winke und GesetzeNicht folgen.

Wodurch geschieht jenes, daß wir der Natur eine fal-sche Ordnung anlügen ?

Durch Aberglauben und Widersinnigksit.

Wodurch geschieht dieses, daß wir, unserm Gewissen zu-wider, ihrem Gesetze nicht folge»?

Durch Trotz gegen sie und durch jede böse Ge-