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Religion und Theologie Theil 4 (1826) Christliche Reden und Homilien ; 2
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167
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und Homklicn.

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stand; also ein nothwendiges und heilsames Gesetzder Natur, indem nämlich ein Wesen dem andernPlatz macht. Diesem allgemeinen Gesetze, nach wel-chem wir auftreten und abgchcn, müssen wir unsunterwerfen. '

Wahrend des Lebens aber giebt es so viele Uebel in derWelt; physische und moralische Uebel?

Physische Uebel sind Erfordernisse der Na-tur, die immer einem höhern Zwecke zu einem grö-ßer» Guten dienen. Z. B- die Empfindlichkeit un-sres Körpers für Schmerz war nothwendig: dennSchmerz ist uns der Anzeiger eines gegenwärtigenoder nahenden Uebels. Vielen dieser Uebel kannman zuvor kommen, andre abwendcn und erleich-tern ; was sich nicht abwenden laßt, muß man stand-haft ertragen.

Zu Abwendung und Erleichterung dieser Uebel, was istdem Menschen gegeben?

Vernunft. Deswegen haben sich auch die Men-schen in eine Gesellschaft verbunden, um gemein-schaftlich von einander Uebel abzuwenden oder sie zumildern.

Wodurch geschieht dies?

Durch gemeinschaftliche Thätigkeit und Klug-heit ; durch allgemeine Billigkeit und Ordnung.

Aber die mora lisehen Uebel?

Sie sind die kränkendsten von allen; sie rührenaber nur von Menschen selbst her, vom Mißbraucheihrer Gaben und Kräfte. Gegen sie ist das höchstemoralische Gesetz unverbrüchlich geordnet.