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Religion und Theologie Theil 4 (1826) Christliche Reden und Homilien ; 2
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und Homilien. 143

stenpflicht, für das häusliche und innere Wohl sei-ner Fürsten zu beten: denn es gehört dasselbe sosehr zu dem Zwecke des Apostels, daß wir unterihnen führen können ein geruhiges undstilles Leben in Gottseligkeit und Ehr-barkeit. Und wahrlich! hier kommt aller gutge-sinnten Menschen Mitcmpsindung gleichsam der Pflichtzuvcr. Uebcr das Glück seines Fürsten freuet sichjeder, weil hier keine widrige Leidenschaft, kein Neidstatt findet, der die Theilnehmung störe. Man fin-det seinen eianen Wunsch erfüllt, wenn Gott die,die er mit Würde gekrönt hat, auch mit häuslicherWohlfahrt krönet. Wie wir nun neulich dieWünsche beherzigt haben, die jeder für den Erb-prinzen in seiner Brust heget; so lasset uns heute,m Z., gleichsam den zweircn Theil dieser Betrach-tung uns deutlich machen, und die Ursache derFreude entwickeln, die ein guter Unterthan beidem Wohle seines Landcsherrn fühlet. Es ist diePflicht des öffentlichen Vortrages der Religion, un-sre Empfindungen bei solchen Gelegenheiten aufzu-kläcen und zu ordnen, damit unsre Freude nichtbloßes Geräusch, sondern eine vernünftige und christ-liche Freude werde. Und nur das ist eine Freudesolcher Art, die uns bessert, die uns mit unsermZustande vergnügt, uns dem Schöpfer und der Obrig-keit dankbar macht, und uns das Gute, das wirgenießen, auch mit dem Verstände zu genießen gebe.Wir wollen also, m. Z., von dem Glücke re-den, das Gott fürs menschliche Ge-schlecht im Sinne hatte, da ec dasselbean Regierungen band.

r. Das menschliche Geschlecht ist geschaffen, re-