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Religion und Theologie Theil 4 (1826) Christliche Reden und Homilien ; 2
Entstehung
Seite
133
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lind Ho Milien.

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der Jugend werden fern, fern von Ihm bleiben;dagegen Wahrheit und Treue Ihn küssen, Religion,Wissenschaft und ächte Freundschaft ihn leiten!

Ja, geliebter Prinz, mein Gebet zu Gottwird, dünkt mich, über Dir Weissagung. Du hö-rest mein Gebet nicht; aber Dein Schutzgeist, derDich unsichtbar hier umschwebt, der Dich aus denHänden Gottes zu uns herbrachte, höret sie undwird sie Dir frühe ins Ohr lispeln: das Auge derVorsehung, das Dich mit unanschaubar - heiligemGlanze umgiebt, wird in Dich blicken und sie Diraus Deinem tiefsten Herzen sagen. Noch schlum-merst Du im süßen Traume der Kindheit, und dererquickende Schleier, der die Zukunft verbirgt, istwohlthatig über Dich gebreitet. Aber in DeinerSeele schlafen schon alle Keime der Thaten und Nei-gungen Deines Lebens: sie schlummern da, wie eine-zusammengcsaltete Knospe, von den Händen der ober-sten Güte und Weisheit gebildet. Sanft und schönmüsse diese Knospe aufgchn, reich an Hoffnungenund an süßem innern Frieden, daß Du die FreudeDeines Vaters, der Lohn Deiner Mutter, dieZierde Deines Hauses, die Liebe Deines Landes,der Liebling der Deinigen und, was mehr als Al-les ist, ein Liebling der erhabensten Vorsehung wer-dest. Das Band, das jetzt durch Gebet und heili-ge Gelübde zwischen Deinem und Gottes Herzen ge-knüpft werden soll, sey und bleibe Dir von Kind-heit an heilig, ein sanftes Band Deiner Pflicht undTreue zu Deinem obersten Herrn, Wohlthater undLeichter, unzerriffen und unentwciht durch mcnschli-