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Christliche Reden
testen Fürsten einen Lohn seiner väterlichen Regie-rung, uns allen aber ci» Pfand glücklicher Hoff-nungen und Wünsche für Ihn geschenkt habe. ÄmLage der Taufe unsers Prinzen, wie voll und stillund feierlich war die Versammlung! SichtbareTheilnehmung schwebte auf eines jeden Antlitz undalles schien ein Glückwunsch, ein Gebet der Freudeund des Segens. Alle dies zeugt, M. Z., von derallgemeinen Liebe und Theilnehmung, mit der dasLand seinen Vater segnet: es zeigt, daß jener alteGeist der Treue und des Gehorsams, in dem sichDeutschland und Sachsen von jeher gegen seine Für-sten ausgezeichnet, auch noch jetzt nicht ausgcstor-ben sey, sondern in der Brust jedes Redlichen lebeund daselbst mit stillen Flammen glühe. WennGott das Haus und das Land seines Fürsten seg-net, vergisset ein Zeder gerne sich selbst:.der Armevergißt sein Elend, der Kranke seine Krankheit; je-dermann wird in allgemeinem Wunsch, in allge-meiner Freude, Bürger des Landes.
Erlaubet mir also, M. Z, daß ich diese eureWünsche leite, daß ich laut sage, was jetzt eureBrust fühlet und die Funken guter Hoffnungen undGebete sichtbar mache, die für das Glück und dasLeben unsres geliebtesten Erbprinzen ineurer aller Herzen lodern. Ich weiß, daß ich da-mit aus der Seele unsres Fürsten rede: denn ebendas, was wir für unfern Prinzen zu wünschen undzu erbitten haben , ist auch der Zweck Seines Lebens,das Vorbild Seiner Regierung und der Wunschaller guten aufrichtigen Seelen für das Glück Sei-ner Tage. Was ein Land an seinem Fürsten nö-