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Religion und Theologie Theil 4 (1826) Christliche Reden und Homilien ; 2
Entstehung
Seite
86
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Gott allein geben kann, so wie seiner edlen Mutterzu Ihrem ersten Ausgange das Gute wünschen, dasjedes rechtschaffene Herz des Landes für Sie im Stil-len erflehet. Ich stelle mich bei dem Ersten undAndern aus unserer Zeit hinaus, in jene edlere Zeitder Patriarchen, da man noch an die Erhörung ei-nes gemeinschaftlichen Gebets und Segens glaubte ,da man ihn wie die Stimme des Herzens und derWeissagung in die ferne Zukunft ansah, und er inder Seele des Kindes und seines Geschlechts langeZeiten hinab mächtig wirkte. Der Vater der Men-schen, der gerne segnet, hat cs sich eigen Vorbehal-ten, den Segen der Eltern, über Kinder in ihrenersten Tagen der Lebensblüthe ausgesprochen und mitihrem Herzen besiegelt, überschwänglich zu erfüllen,und da sein Sohn, das Bild der göttlichen Liebeund Freundlichkeit, hier auf Erden wandelte, warsmit sein süßes Geschäft, Kinder zu segnen und übersie zu beten. Er hat uns das Wort der Verheißungnachgelassen, daß, wo zwei oder drei in seinem Na-men Zusammenkommen, und Eins werden, warumsie bitten wollen, solche ihnen widerfahren von sei-nem Vater im Himmel: denn er ist bei uns alle

Tage bis an der Welt Ende. Er ist auch jetzt un-ter uns und in unsrer Mitte, das stille Wort un-sres Herzens zu hören, und es zu bekräftigen undüberschwenglich zu erfüllen. Amen.

Und so sey denn Gott mit dir und wolle überdich wachen, zarte Sprosse und Ankömmling derErde, die du deinen Aufenthalt und Zweck nochnicht kennest und im Arme der Vorsehung, wie jetztim Arme deiner Mutter, ruhest. Du kennst noch