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Religion und Theologie Theil 4 (1826) Christliche Reden und Homilien ; 2
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und Ho milien.

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heit, auf den wir nicht rechneten, nicht dachten

. und warum nenne ick) das größte Unglück nichtzuerst, wenn wir selbst Tobte werden, Tobte inunfern Wünschen, Hoffnungen, Ergötzungen, Freu-den , wenn uns alles verlaßt und wir uns selbstverlassen! wenn unsre Lebenskraft, unser guter Muchund Hoffnung in unS erstirbt, und wir nur als Tobte,als lebendig-Tobte gleichsam fortgetragcn werden,um früher oder spater die Gruft, die einzige letzteGruft der Ruhe zu finden! Redet mit mir, ihrHerzen, die ihr diese Zustande gefühlt habt, oderfühlet! Redet mit mir, ihr verborgenen Seufzer,ihr geheim und im Stillen fließende Thrancn! ihrKranke, die der Herr schlug, ihr Betrübte, die erbetrübte, bei denen der Lobgesang ihrer Jugend sichsobald in^Klagc, und die Hoffnung eines ungestör-ten Glückes an sich oder an den Ihren sobald ineinen Todtcngcsang verwandelte: ihr, denen Gottdie große Gabe, das Geschenk seiner Milde, nahm,den Muth zu leben, und sie lebendig unter dieTobten senkte ... in deren Morgen - und Abend-lieb bittere Thranen fließen, und in deren Nachtesich Sorgen , schwere Sorgen lagern : eure verschwie-gene Thrane wird Zcugniß geben, daß nicht allesNa in sey, was so heiße; daß cs Uebel gebe, de-nen kein Mensch Helsen kann oder will, daß csZustande gebe, da unsre matten verlechzten Gebeine

tobt sind oder Todte begleiten :-die ihr sagt:

Meine Harfe ist eine Klage worden, und meinePfeiffe ein Weinen! ich schaue mich um, aber daist kein Tröster! " ich suche Hülfe in andrer Men-schen Augen, aber sie kennen mich nicht, sie wissenHerder? Werke z. Rel.u, Theos. IV, D