zu leiblichen Sachen, daß ihr Körper wohl gedeihe:sondern daß der inwendige Mensch, d. i. die guteedle Natur in ihnen gedeihe; nicht daß Reichthumin ihrn Hausern wohne: sondern daß Christus un-ter ihnen wohne; nicht daß sie auf neue Wund'erder Liebe Gottes warten, sondern die Liebe Gottes,die sie genössen, recht schätzen lernten (V> r8.);—und M. 3>, eben das ist auch der schönste Theildes Vater Unsers; aber zum Unglück auch der ammindesten verstandene. Die vierte Bitte endlich ver-steht noch jeder; aber die andern Bitten will nie-mand verstehen! daß nämlich der Name Gottes auchvon uns geheiliget, daß wir auch fähig werden sol-len, Kinder und Knechte Gottes zu seyn und sei-nen Willen so willig zu thun, wie cs von den En-geln geschieht — das bleibt unverstanden, und wasist wichtiger als dies? M. A., eben unsre Lasterund Untugenden machen uns und die Welt unglück-lich; und werden diese ausgerottet, so wird eben da-mit auch mehr das Glück der Welt befestigt, dieRuhe unsrer Seele gegründet, die Heiterkeit unsersLebens erhalten. Lernen wir ruhig und zufriedenuns selbst genießen, unsrer Natur treu bleiben, diebösen Angewohnheiten in uns zerstören, die Fleckenunsrer Seele auslöschcn, mit zur Ordnung der Weltso viel als nur möglich ist, beitragen: so werden
wir eben dadurch glücklich seyn. Wenn unser in-wendiger Mensch stark, d. i. unsere Seele fest ist,und das Andenken Gottes in uns wohnt und wirnur die Liebe Gottes recht schmecken, d. i. die Gü-ter, die wir schon haben, recht genießen, nichtsmehr begehren: so wird eben dadurch unsre Seeleselig und ruhig und vergnügt und unser Leben glück-