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Religion und Theologie Theil 4 (1826) Christliche Reden und Homilien ; 2
Entstehung
Seite
31
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und Homilicn.

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vordrangen will: nein, v Gott, ich bin nichts alseine Kreatur, gegen eine unzahlbare Menge dei-ner andern Geschöpft, ich bin nur ein Glied inder grossen Kette; nur eine Sprosse in der gro-ßen Leiter der Wesen, und nicht das erste Glied,nicht dir ganze Kette. Ich bin ein Staub gegendas Weltall: ein kleines, einzelnes Nichts! eineinziger, kleiner Ton in der Harmonie aller Ge-schöpfe, die Gott zu Ehren einen einzigen großenunendlichen Chor ausmachcn. Wie wollte ich nunalle überschreien ? wie wollte ich mit meiner Bittezu dieser Harmonie einen widrigen Ton geben?Nein, o Gott, die ganze Natur ist dein Tempel,das ganze Weltrund ist dein Altar: von Erde, Seeund Himmel schallt dir ein großes Loblied aller dei-ner Geschöpfe zu ich bin hier nur ein schwacherLaut! Indem ich dich lobe, o Gort siehe, so lobeich nicht allein; in allen Himmeln ohne Zahl er-schallt dein Lob, dich loben die Sonnenheere, dichdie blühende Erde, dich der lachende Frühling, dichder leuchtende Mond, dich die funkelnden Sterneund Welten und alle die Menge Geschöpfe, die indiesen Sternen und Sonnen leben was bin ichnun gegen sie alle? Indem ich deine Allgegenwartmit meiner Vernunft denke, so empfindet vielleichtdas Thier dich mit einem zwar dunkeln, aber de-sto lebendigern Gefühl, indem ich dir mit meinerschwachen Stimme meinen Morgengesang singe, sosingt die Nachtigall ihr schönres Morgenlied, dieLerche schwingt sich zu deinem Himmel empor,und der Elephant sieht mit einem neuen, heiternBlick vergnügt deiner Morgensonne entgegen. In-dem ich dich den Vater Ehristi nenne: so nennt dich