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Religion und Theologie Theil 4 (1826) Christliche Reden und Homilien ; 2
Entstehung
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und Homilien.

S

Gottes: der Grund dieser Neigungen liegt in uns-rer Natur; es ist alles eine irdische Schaubühnezu höhcrn Zwecken. Nur eben auf diese Zwe-cke kommts an, und sie sind eben das Reich, wor-auf Jesus weiset. Die irdische Materie ist da, unddie irdische Materie ist gut zu dem geistigenEdeln nämlich, das daraus gezogen werden soll,und nicht anders werden kann, als durch Feuer.Und eben das ists, worauf Jesus winket. DieErde, das irdische Reich der Wesen, ist nur derSchauplatz zur Entwicklung des höhcrn gleichesGottes. Lastet uns eine Neigung nehmen, welchewir wollen; als Herrscherin, als Tprannin ohneSchranken und Maas befolgt, reißt sie uns zumThier, zum Vieh, zur Erdscholle herunter. Wirdienen nicht andern, sondern uns selbst, was wirauch zu dem Selbst rechnen mögen, wärs auch nurein Hauch voll Lust, um den wir buhlen. Wollenwir unaufhörlich im Genuß, in sinnlichen Freudender Phantasie leben, uns allein kennen und lieben:so werden wir weich, lüstern, üppig, unkraftig zueinem guten Willen, zu einer überwindenden That:wir stoßen andre von uns weg: es sitzt ein wildesThier auf dem Throne, das alles um sich zerreißt,und doch nie gesättigt ist, sondern in unaufhörli-cher Unruhe, in ewigem Hunger und Durst sort-schnappet, um weiter zu zerfleischen. Weder alsoGlückseligkeit dieser Welt und des Innern, wo dochallein Glückseligkeit wohnet, kann damit bestehen;noch weniger kann, wenn unsre Sinne weg sind,unser leergelassener, zerrissener, gieriger und ewigunzubesriedigendcr Geist, Ruhe oder Glückseligkeitin sich fühlen. Der glühende Abgrund, die Hölle,