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Zur Philosophie und Geschichte Theil 16 (1822) Herders Leben
Entstehung
Seite
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in Riga von 1764 bis 1769. 69

von seinem Vorhaben abzubringen, am 8. May seinEntlassungs-Dekret unter nachstehenden ehrenvollenAusdrücken:

„Es wird dem Herrn Pastor, Adjunctus undEollaborator I. G. Herder in seinem Gesuchegefuget, derselbe seiner bisher mit Ruhm undbestem Beyfail bekleideten Aemtcr, angeführterUrsachen halber entlassen, ihm zu seiner ver-hakenden Reise und künftigen Unternehmungenalles Glück und des Höchsten Beystand ange-wünschet; wornachst derselbe in Absicht seinervorzüglichen Geschicklichkeit sich auch in seinerAbwesenheit der ferneren Wohlgewogenheit Ei-nes wohlcdlcn Nathes versichert halten kann."

Es ist daher eine entstellende hämische Bemerkungseiner Gegner, wenn es in Gäbe dusch's zweit.mLheil seiner Lieflandischcn Bibliothek S. g5, nachdemvorher von der allgemeinen Achtung Herders in Rigadie Rede gewesen, daselbst weiter heißt: „Er geriekhauf den Gedanken, eine langwierige gelehrte Reisevorzunchmen, als er deshalb beym Nathe die Er-laub niß suchte, gab man ihm kurz undgut seinen Abschied. So sehr hatten sich dieguten Gesinnungen geändert." — Vielmehr ließ dieRegierung von Riga ihm auch nach erhaltener Ent-lassung , neue Einladungen zum Bleiben machen.Geheime Rath von Eampenhausen hatte ihm dasRektorat bei) dem Kaiserlichen Lyceum, nach dembald zu erwartenden Tode des kränklichen RektorsLader zugesichert, mit der Aussicht auf die Nach-folge in der Superintcndur. Herder versprach auch,