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Zur Philosophie und Geschichte Theil 16 (1822) Herders Leben
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Herders Leben

stcllung sich regt, das Interesse gefesselt: schlimmnur, wendet der Streit sich gegen den Mann, nichtgegen die Sache, ein unwürdiges Spiel —giebt sie danndem Mulhwillen ein Fest, der Wahrheit keinenSieg. '—

Die Schrift erschien zwar anonym, und ermißbilligte selbst spater den darum herrschenden Ton-bekannte sich auch nie gern dazu, und sagte in derVorrede zum zweiten und dritten Wäldchen: „Der

Verfasser darf seinen Namen nicht, und wird ilm auchnie entdecken; er wird nie das Buch unter die Kin-der seines Namens aufnehmen: denn es war nichtdazu, cs war blos für eine Aeitvcrbindung geschrie-ben , die in der Literatur schädlich ward; in einemTone geschrieben, dcr für das Ohr dieser ZcitverbiN-dung eingerichtet werden mußte." Sein rasches, ju-gendliches Feuer hatte ibn jedoch hier zu wett geführt,auch hatte er spater sich vorgenommeii sie umzuak-beitcn, kam aber nie dazu.

Nach seinem Tode erst ssel seinem FreundtHerne das traurige Loos, diese Wälder, die eintAusbesserung von der eigene» Hand des Veifassershatten erhalten sollen, revidirt, und in dcr Vorredesehr zart und treffend gewürdiget, herauszugebcn.

Alle diese literarischen Arbeiten zeugen vöiiHerders großer Thangkeit in Niga, wobey er dengeselligen Umgang zu seiner Ausbildung und Erhörlung keineswegs vetnachlaßigte. Seme anqencbmstenErholungssiundcn brachte er auf dem Landsitze Hei-de v o g c l s , zu Graivnbeide, und des Baron Bud-berg, zu Tcessenhof zu, denen er gefühlvolle dickstes