in Königsberg von 1762 bis 1764. .'>7
Gefühl über diesen Verlust — eilte er damals nachItalien *)".
Wahrend Herders Aufenthalt in Königsbergstarb sein Vater, und hinterließ seiner Familieein kleines Haus mit einigen Güterstücken. Daseinzige, was damals der arme Sohn der verlas-senen geliebten Mutter bieten konnte; war diesessein spärliches, väterliches Erbtheil, das er ihrzum einstweiligen Unterhalt überlies. In der Folgekonnte er die gute Mutter kräftiger unterstützen.
Im Spatjahr 1764 erhielt Herder den Nusals 'Collaborator an der Domschule zu Riga, den ervorzüglich dem damaligen Rektor jener Donischule,dem nachmaligen Professor und KirchenRath zu Kö-
*) Göthe sagt, im Iren Khcil: Aus seinemLeben „er besitze eine meist vollständigeSammlung von Hamanns Schriften und einensehr bedeutenden handschriftlichen Aufsatz überHerders Preisschrift, den Ursprung der Sprachebetreffend, worin dieses Herdcr'sche Probestück,auf die eigenste Art, mit wunderlichen Schlag-lichtern beleuchtet werde." — Die von Göthebey dieser Gelegenheit erregte Hoffnung zu einerneuen Herausgabe der beynahc verlornen WerkeHamanns geht nun in Erfüllung: indem
Hamanns Schriften von Friedrich Roth inMünchen — Berlin bey G. Reimer 180 > inzwcy Banden bereits erschienen sind, und in ei-nem ZcUraum von 3 Jahren zusammen in 8Banden — vollständig hcrausksmmen werden.