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Zur Philosophie und Geschichte Theil 16 (1822) Herders Leben
Entstehung
Seite
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Jugend-Geschichte bis 1762. 21,

lichkcit in seinem Fach als Wundarzt, sprach gernvon literarischen Gegenständen und lebte nach denRegeln der strengsten Sittlichkeit. Bey Trescho aufdem Zimmer, verlangte er eines Tages ein GlasWasser, welches ihm der junge Herder alsTrescko's Famulus, reichen mußte. Beym Her-eimreten sah er ihn aufmerksam an, und fragte nach-her, .als er sich wieder aus dem Zimmer entfernthatte, wer er sey und was er lerne? Auf Trescho'sAntwort, sagte.er sogleich:Ich nehme ihn zumir!" Ob vielleicht durch der Mutter Für-bitte der Wundarzt zu diesem Entschluß bewogenwurde, ist ungewiß; indessen war er ein Freundvon Herders Eltern, und that es also doch wahr-scheinlich aus Liebe für sie und ihren Sohn. Herdersagt selbst in einem Brief an seine Braut vom22. Scpr. 1770.Nachdem der Regiments-Chi-rurgus sich von meinen Kenntnissen naher unterrichtetimd mich im Latein gut gefunden hakte, that er mirden Vorschlag: er wolle mich nach Königsberg mit-nebmen, mich die Chirurgie lehren und nur für meinkrankes Auge Hülse verschaffen; dafür sollte ich ihmgleich nach unser Ankunft in Königsberg eine mcdi-cinischc Abhandlung ins Lateinische übersetzen; auchwolle er in der Folge, wenn ich mehr Lust zurMcdicin hatte, mir dazu helfen, daß ich sic in Pe-tersburg unentgeldlich studieren könne."-

Wie ein Licht vom Himmel in dunkler Nacht,erschien ihm und seinen Eltern dieser Vorschlag!Ohnqcachtet er keine Neigung zur Chirurgie hatte,so nahm er doch das Anerbieten des Ncgimcnts-Chjrurgus als eine Erlösung aus seinem gualvyllon