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Zur Philosophie und Geschichte Theil 16 (1822) Herders Leben
Entstehung
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Herders Leben.

ist es zum Tbcil zuzuschreiben, daß seine Jugend soscheu uud verschlossen war; und diese frühen Eindrückemilitärischer Gewalt und Sklavere» wirkten nus seinzart fühlendes Gcmüth so tief, daß er eine Abneigunggegen die damalige militärische Verfassung seinesVaterlandes nie ganz zu unterdrücken vermochte.Mit Bitterkeit nannte er oft diese Militär - Mas-rcgeln roh, inhuman, die Sitten im Grund ver-derbend , Unwissenheit und Müßiggang pflanzendund meistens nur auf Spielerei) hinaus laufend!>Eines seiner frühesten Gedichteder Säuglings(B. 3 r. x. 44.) ist in Vielem Gefühl entstanden.Ost beklagte er, daß diese frühen Eindrücke, dieseFurcht vor dem Soldatenstand, diese beschrankteSchul-Erziehung, seiner Seele eine gewisse Furcht-samkeit und zu weit getriebene Demuih eingepragthatten, die ibm in der Folge, wo es auf augen-blickliche Entscheidung, auf schnelle Benutzung gün-stiger Momente ankam, sehr nachthcilig gewesen sei).

Eine höhere Fügung lies endlich dcm jungenHerder seinen Rettungs-Engel erscheinen! Einaus dcm. siebenjährigen Krieg zurückkcbrendeS Regi-ment Russen stand damals, zu Anfang des Jahrs1762 zu Mohrungen im Winterquartier. DerWundarzt dieses Regiments kam oft zu Trcscho undauch zu Herders Eltern; er soll ein Kurlander ge-wesen seyn und Schwarz er loh geheißen haben.Doch ist dieses sehr ungewiß. Herder» selbst warsein Name gänzlich entfallen; nur sagte er, daß erein Schwede, ei» Mann zwischen gu bis 5 o Jahrengewesen sei) und in Abo studiert habe. Er besaß beyeiner freundlichen Eesichtsbildung viel Geschick-

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