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Zur Philosophie und Geschichte Theil 15 (1820) Kalligone
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I. Vom Erhabnen.

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C. Mich dünkt, sie müssen bleiben, diese Merk-zeichen , die in der Kunst am deutlichsten erscheinen-Mit Recht har Winkelmann seine Geschichte derKunst nach diesem großen Maasstabe geordnet. Phi-dias und Lysipp behaupten so wenig EinenEharakter des Stils, als Anakreon und Pindar.

A. Zu abschließend indeß wollen wir auch hiernicht theilen. Lysipp, wenn wir dem Lobe dergriechischen Epigrammatisten trauen dürfen (und wirdürfen ihm trauen) gab seinem Alexander ein so Er-habnes , daß er selbst in kleinen Bildnissen ein Gottschien; der Siegcssangcr Pindar dagegen schriebauch Klage - und Brautgesange. Unsre Nation, dienon jeher geschlossene Zünfte geliebt hat, ist bei Wer-ken des Geistes bisweilen gar zu bald mit Gehegen,Wanden und Elasten fertig, die auf Spruch undGebot als unübersteigliche, ja zuletzt als natürlicheMaliern gelten sollen. Kündige sich Jemand in Ei-ner Gattung von Gcisteswerkcn an; sofort soll erauf dem Schamel dieser (Werkstatte Lebenslang ihrLeibeigner seyn.Am Erhabnen halte er sich, ruftman; was mischet er sich in eine fremde Provinz?warum steigt er zum Schönen hinunter?" Beiallen Musen! so dachten die Griechen nicht; viel-mehr glaubten sie, daß wer im Garten der Grazienwohne, ihn ganz durchgehen dürfe. Die Blumedes Thals blühet sowohl für ihn, als, wenn er zuihr gelangen mag, die höchste Goldfurcht der Hespc-riden. Wie vielartig übten die edelsten Griechen ihreKräfte, am Schönen sowohl als dem Erhabnen.

E. Eine andre Veranlassung fallt mir ein, dievielleicht zur Abtheilung des Erhabnen und Schönen