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Zur Philosophie und Geschichte Theil 15 (1820) Kalligone
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und Kunstrichkerey. 199

unser Held nicht scvn, ob der Dichter gleich aufihn, als auf ein gegebnes Ideal seiner Zeit, seineKunst unerreichbar wandte. Die Kunst bestehet;fortwährend können wir an ihr lernen; die Ideeselbst aber ist hinaufgerückt und das Material derKunst verändert. So die Beredsamkeit. Demosthe-nes und Platons Kunst dauret; die Mittel der Kunstsammt dem Zollmäßigen Zweck derselben sind dahin,und wie schlecht auch unsre Kunst stehen möge, sa-gen wir doch, da Jahrtausende hin Vernunft undSprache einen andern Standort gewonnen xanl-Ic> mniorn c-rwamrw. Za es wird eine Zeit kom-men, da in Poesie und Rede nur das Lauterstegesprochen, nur das Wahrste gebildet werden darf,wozu selbst die schlechtsten Gebilde unsrer Zeit helfen.

Zu diesem Zweck trägt auch die kritische Philo-sophie bei. Mit Witz und Scharfsinn hat sie inunsrer Sprache vielleicht den Gipfel des ObjektlosenIdealismus erreicht, und sowohl das Spiel deSTraums als den Traum des Spiels in Wortkünstcnerschöpfet. Hinter ihr muß man nolhwcndig vonWorten zu Sachen kommen, da cs denn die ersteRegel wird,Geschäfte nicht als Spiel, Spielnicht als Geschäft zu behandeln." Eine Probeder Unbestandheit ihrer Erklärung beider Künste ist,daß man das Wortspiel umkehrcn und von der Einensagen kann, was sie von der andern saget.